Musik

Werkbeispiele

 

MOTETTE #1 (op. 45; 2010)

…wurde ursprünglich für das vocalis ensemble dresden und seinen Gründer und ersten Leiter Arvid Heubner komponiert. Anlass war der Auftritt im Rahmen einer Vesper in der Kreuzkirche Dresden am Johannistag im Juni 2010. Verwendet werden dem Anlass gemäße Bibelzitate. Diese stammen aus der Gute Nachricht Bibel (Stuttgart 2000).

Wie auch die anderen bisherigen Motetten folgt die MOTETTE #1 dem Bachschen Schema Teil 1—Teil 2—Fuge—Choral.

Partitur (Auszüge)

 

Mir zur Feier (oO; 2010–)

…Liederzyklus auf den gleichnamigen Gedichtkorpus von Rainer Maria Rilke (1897/98) für Singstimme(n), Klavier und versch. Instrumente. Geplant ist die Vertonung sämtlicher 98 Gedichte.…als kurze, eindrückliche Stücke, die für einen weiten Hörer- und Interpret*innenkreis geeignet sind.

Partitur (Auszüge)  //  Info-Mitschnitte

 

MOTETTE #2 ›touche toupet‹ (oO; 2014)

…wurde ursprünglich für AUDITIVVOKAL DRESDEN und seinen Gründer und Leiter Olaf Katzer komponiert. Anlass war ein Programm zum Thema „Wasser und Humor“ im Jahr 2014. Der Text stammt vom Komponisten.

Wie auch die anderen bisherigen Motetten folgt die MOTETTE #2 dem Bachschen Schema Teil 1—Teil 2—(Fuge)—Choral.

Partitur (Auszüge)

 

MOTETTE #3 (op. 54; 2016)

…wurde für den Dresdner Kammerchor und seinen Gründer und Leiter Hans-Christoph Rademann komponiert. Anlass war ein Jubiläumskonzert zum dreißigjährigen Bestehen des Chores, für das ehemalige und aktuelle Mitsänger*innen Werke schufen. Die weiteren Komponist*innen waren: Silke Fraikin, Karsten Gundermann und Alexander Keuk. Hier erfolgt erstmals der Versuch, die Chorsänger*innen durch Kopfhörer und individuelles Zuspiel (Sinustöne via mobiles Abspielgerät) voneinander zu trennen. Der Text stammt weitestgehend vom Komponisten.

Wie auch die anderen bisherigen Motetten folgt die MOTETTE #3 dem Bachschen Schema Teil 1—Teil 2—Fuge—Choral.

Partitur (Auszüge)  // Info-Mitschnitt
 

 

Liebeswalzerlieder (op. 49; 2013–)

…werden seit 2013 immer mal wieder komponiert. Die kurzen, leichten Sätze für gemischte Besetzungen — dem Namen nach an @Johannes_Brahms gemahnend — entstanden bisher auf Texte von Heinz Kahlau, Paula Modersohn-Becker, Wolfgang Borchert, J. W. v. Goethe sowie auf Texte des Komponisten. Aufgeführt wurden Teile der Liebeswalzerlieder u. a. von AUDITIVVOKAL DRESDEN.

Partitur (Auszüge)

 

KANTATE #2 ›der traenen‹ (op. 51; 2014)

…wurde für AUDITIVVOKAL DRESDEN und seinen Gründer und Leiter Olaf Katzer komponiert. Anlass war ein Programm zum Thema „Wasser und Humor“ im Jahr 2014. Der Text stammt vom Komponisten.

Die KANTATE #2 hat die Satzfolge I. Einleitung, II. Chor, III. Arie (+ Chor), IV. Choral, V. Arioso, VI. Choral (Wdhlg.).

Partitur (Auszüge)

 

Die musikalischen Haus- und Lebensregeln (op. 52; 2014)

…wurden für das Sächsische Vocalensemble und seinen Gründer und Leiter Matthias Jung komponiert. Anlass war die jährliche 5. Robert-Schumann-Ehrung, die alljährlich vom SVE initiiert wird. Anregung zur Vertonung von Schumanns berühmten Aphorismen gab das Konzert im Palais Großer Garten Dresden, welches neben der Uraufführung der Komposition auch Auszüge aus dem Album für die Jugend (op. 68; 1848) enthielt. Kombiniert werden Schumanns Texte mit Musik aus eben jenem Klavierzyklus.

Partitur (Auszüge)

 

TELEMUSIK #1: Call Me Bach (op. 55; 2016)

…wurde für AUDITIVVOKAL DRESDEN und seinen Gründer und Leiter Olaf Katzer komponiert. Anlass war das Programm Bach durchKREUZt, welches in der Choreographie der Tänzerin Katja Erfurth im Rahmen des Bachfestes Dresden der Neuen Bachgesellschaft im September 2016 veranstaltet wurde. Die räumliche Trennung der Sänger sowie die dramaturgische Behandlung der Stimmen, der Requisiten und des Zuspiels (Smartphones mit Telefonhörern) macht aus den vier Solostudien vielmehr ein akzidentelles Quartett. Das Publikum wird ausdrücklich gebeten, die Telefone anzuschalten, um in direkten Kontakt mit den Sängern treten zu können. Der Text stammt weitestgehend vom Komponisten.

Partitur (Auszüge)
 

 

PMB ARIA (oO; 2010/11)

(= Arie #1) …wurde anlässlich der ersten Auflage der „Briefmarkenopern“ @ Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden komponiert. Gemäß der Vorgabe von Prof. Manos Tsangaris sollten kleine musiktheatrale Werke entstehen — mit möglichst geringem Aufwand und kurzer Dauer. In ARIA #1 mache ich erstmals Gebrauch von mobilen Abspielgeräten: ein iPhone 3GS fungiert hier sowohl als Ton- wie auch als Lichtquelle für die Sängerin (Maria Schreyer, geb. Meckel). Der Szene liegt ein Tagebucheintrag der Malerin Paula Modersohn-Becker zugrunde.

Partitur (Auszüge)  // Info-Mitschnitt

 

QUINTETTO #1 (op. 56; 2017)

…wurde für AUDITIVVOKAL DRESDEN und seinen Gründer und Leiter Olaf Katzer komponiert. Anlass war das Programm Non.Sense?! Neue (Un)Sinnlichkeiten, welches im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Ensembles im Juni 2017 veranstaltet wurde. Wie auch in der TELEMUSIK #1 sind die Sänger*innen räumlich voneinander getrennt — und haben zudem Lärmschutzkopfhörer auf. Die Partitur besteht zu großen Teilen aus Ausschnitten (Panels/Strips) aus Comics und Graphic Novels: die Sänger*innen sind veranlasst, sich zu diesen musikalisch-gestisch zu verhalten. Jede Stimme hat eigene Bildausschnitte, was eine Partitur unmöglich macht; das Aufführungsmaterial besteht aus fünf Stimmbüchern.

Aus dem Vorwort: »QUINTETTO #1 handelt von sensorischer Deprivation. Folglich sind alle fünf Stimmen als Solostudien zu betrachten, die vielmehr ein akzidentelles Ensemblestück im Raum entstehen lassen. […] QUINTETTO #1 ist ein Hörstück für die Interpret*innen. Es richtet sich zuvorderst an sie und nicht an das Publikum, welches der Aufführung beiwohnt. […] QUINTETTO #1 ist Musik aus Bildern. Fantasie, Improvisations- und Komponierlust der*s Interpret*in sind hier gefragt.«

Stimmbücher (Auszüge)

 

streitmusik (oO; 2017)

…wurde für AUDITIVVOKAL DRESDEN und seinen Gründer und Leiter Olaf Katzer komponiert. Anlass waren das Programm Vox populi?! Der Klang der Demokratie sowie das Chorfestival „Meißen klingt…“, in dessen Rahmen das Stück im September 2017 aufgeführt wurde. Wunsch dieser Performance ist es, „Streit“ zu musikalisieren und auf ein ästhetisches Niveau zu heben, und somit eine positive Um- und Aufwertung der „Streitkultur“ zu befördern. Deutlich zu machen, wie wichtig Kommunikation & Streit, aber auch Kunst & Kultur für die Demokratie, den privaten wie auch politischen Alltag sind. Die streitmusik möchte damit auf spielerische Weise auf die soziale und demokratische Kompetenz ihrer Interpret*innen, aber auch ihrer Hörer*innen einwirken und Streit/kultur-fördernd/fordernd agieren.

In einem Expert*innenteam mit einer politischen Philosophin und einer Dichterin und Bürgerbüroleiterin wurden die verschiedenen Module und Inhalte der Uraufführung ausführlich besprochen. Streiter der Uraufführung: Martin Dulig (Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertr. Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, SPD) Horst Wehner (2. stellvertretender Vorsitzender des Sächsischen Landtags und u. a. Präsident des Sächsischen Chorverbands, DIE LINKE).

Partitur (Auszüge)

 

zweitstimme 598.mdb krähwinkel (op. 57; 2017)

…wurde für AUDITIVVOKAL DRESDEN und seinen Gründer und Leiter Olaf Katzer komponiert. Anlass waren das Programm Vox populi?! Der Klang der Demokratie in dessen Rahmen das Stück im September 2017 aufgeführt wurde. Die Interpret*innen selbst demokratische Entscheidungsprozesse durchleben zu lassen ist das Ziel der zweitstimme 598.mdb krähwinkel. Es setzt voraus, dass sich die Vokalist*innen vorab der Aufführung darüber absprechen, was für Lieder, Liedteile u/o sonstige Musikstücke miteinander, zu- und gegeneinander gesungen werden wollen. Die Aufführung selbst wird wiederum zu einer interaktiven Gestaltung führen, die auch das Publikum einbezieht, um den gemeinsamen »Vielklang der Stimmen in unserer Demokratie hörbar machen« zu können (Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, 12. Februar 2017). Das Stück spielt mit dem Begriff der „direkten Demokratie“, da die Interpret*innen selbst über die Parameter der Komposition, und somit über Art und Ausgang der Aufführung (dabei insb. auch ihrer Dauer) entscheiden können. Im Vorlauf der Aufführung der zweitstimme 598.mdb krähwinkel kommt es zu einem Wahlvorgang, bei dem demokratisch entschieden werden darf, welches zweite Stück die Aufführung abschließen soll.

Alle Interpret*innen benötigen ein eigenes mobiles Abspielgerät und Kopfhörer, über die sie mit ihren Lieblingsliedern(?) versorgt und zu denen sie dann ihre Zweitstimme singen(?) können.

Partitur (Auszüge)