Musikpraxis

Schule ist Beziehung. Musik ist Beziehungskunst.

Im Laufe meiner langjährigen und diversen künstlerischen wie wissenschaftlichen Tätigkeiten hatte ich des Öfteren das Glück und die Freude, Menschengruppen verschiedenen Alters und unterschiedlicher musischer Prägung zu unterrichten: sei es (1) in Form von Workshopeinheiten mit musikpraktischem Fokus, in denen zeitgenössische Gesangs- und Klangproduktionstechniken vermittelt und ausprobiert wurden, (2) als Lehrveranstaltungen im Hochschulbereich zu Themen der Filmmusik- und Operngeschichte, Musik&Märchen sowie als Einführungsseminare zum Musikwissenschaftlichen Arbeiten, (3) musikpädagogisches Arbeiten an (Fach-)Schulen, das sowohl praktische als auch theoretische und historische Inhalte umfasst.

Ziel ist dabei für mich unter anderem, den Teilnehmenden/Lernenden einen Einblick in das zeitgenössische Musikgeschehen zu geben und das Bewusstsein dahingehend zu erweitern, das ihnen Gestaltungsmöglichkeiten offeriert, was Musik(-machen) im 21. Jahrhundert auch sein kann.

 
 

Mein Ansatz einer humanistischen Aufführungs-, Werk- und Vermittlungspraxis

In meiner musikpädagogischen Arbeit verfolge ich das Konzept der Resonanzpädagogik, wie es Hartmut Rosa, Wolfgang Endres et al. seit einiger Zeit proklamieren (Weinheim 2016 u. a.). Dabei versuche ich, auf die individuellen Fähigkeiten der Schüler*innen einzugehen und fördere ihr aktives Mitgestalten der Unterrichtsinhalte. Ob im musiktheoretischen/-geschichtlichen Kontext oder im praktischen Musizieren gehe ich stets so vor, dass die Lernenden selbst kreative Konzepte entsprechend ihrer Vorlieben bzw. Fähigkeiten entwickeln lernen.
Mit dem Ziel einer zunächst weitestgehend ergebnisoffen ausgeübten Aufführungs-, Werk- und Vermittlungspraxis.

 
 

Kreative Musikpädagogik

…heißt für mich nicht, »Angst vor der (Neuen) Musik abzubauen«.
Im Sinne von Hartmut Rosas Resonanztheorie (Berlin 2016) vermittle ich einen Wechsel der Perspektive: nicht abbauen, sondern etwas aufbauen.
Nämlich Vertrauen: zur Lehrkraft, zum Instrument bzw. Unterrichtsgegenstand und nicht zuletzt zu sich selbst.

Musik und Musikunterricht sind daher für mich ein wichtiger Bestandteil, um gerade jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihre Selbstwirksamkeitserwartungen wie auch -erfahrungen zu steigern. Eine kreative, moderne Musikpädagogik verstehe ich als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklungsförderung und Persönlichkeitswerdung.

Oder wie Dr. John Frink es in der Simpsons-Folge ›Frink Gets Testy‹ (S29E11) ausdrückt:


»Emotional intelligence is needed for the art!«
 
 

Gutes Leben // Gute Musik // Guter Unterricht

Nachfolgend habe ich meine Kriterien für einen guten (Musik-)Unterricht — in Anlehnung an die Pädagogen Hilbert Meyer und John Hattie — veranschaulicht. Sie dienen mir bei der Konzeption einer jeden Unterrichtsstunde u/o ganzen Unterrichtseinheit als Gradmesser für mein resonanzpädagogisches Handeln und einer möglichst wirklichkeitsnahen Wissensvermittlung.